Do Lergantpoura

Do Lergantpoura

Der Lärchenbauer

Lergant, das Harz der Lärchen, war früher auf jedem Bauernhof zu finden, denn ihm wurde große Heilkraft zugeschrieben. Durch wissenschaftliche Studien belegt ist diese zwar nicht, aber Lärchenharz erfreut sich in der Naturheilkunde wieder immer größerer Beliebtheit. Salbe aus Lergant verwendete man für Mensch und Vieh.

Es war die Zugsalbe schlechthin. Eiterte die Klaue einer Kuh oder hatte jemand in der Familie eine Entzündung der Haut, so wurde Lergantsolbe aufgetragen. Als Einreibung wird Lärchensalbe auch gegen rheumatische Beschwerden und Nervenschmerzen verwendet sowie das Inhalieren der ätherischen Öle aus dem Harz zur Linderung von Atemwegserkrankungen.

Die Bauern holten sich das Lärchenharz, indem sie eine Lärche anbohrten, mit einem Holzpfropfen das Loch wieder verschlossen und nach einiger Zeit aus der Bohrstelle das angesammelte Harz in einen Behälter abfließen ließen. Diese Tätigkeit wurde teilweise auch ausgeübt, um durch den Verkauf dieses Bauerngolds das spärliche Einkommen etwas aufzubessern. Der, der das Harz auf die beschriebene Weise sammelte sowie auch das Werkzeug dafür wurden als Lergantpoura (Lärchenharzbohrer) bezeichnet.